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Mullejaane ehren Jupp Sieberichs

Ein junger Orden für den Altmeister der Reimrede

Eschweiler. Sie sind das Salz in der Suppe einer jeden Karnevalsveranstaltung. In Eschweiler bekommen sie mittlerweile auch die gebührende Aufmerksamkeit, bei den „Mullejaanen“ nämlich. Die Rede ist von den Büttenrednern. Die trafen sich gemeinsam mit Vereinsvorständen und Damenpräsidentinnen im Brauhaus Peltzer zur Ordensverleihung. Gleich zwei neue Ordensträger gab es in diesem Jahr: Jupp Carduck und Jupp Sieberichs tragen fortan den „Mullejaan-Orden“ als Auszeichnung für ihre langjährigen Verdienste im Karneval. Der Ehrenpräsident des Karnevalskomitees, Jupp Carduck, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein. Das Dürwisser Urgestein Jupp Sieberichs, Ehrenpräsident der KG Narrengarde Dürwiß, ließ sich das Spektakel aber nicht entgehen. „Mir wär’ nur lieber, ich wär’ jung und der Orden alt“, lautete sein Kommentar. Seit zwei Jahren gibt es diese Ordensverleihung nämlich erst. Bisher überreichten die Büttenredner die Auszeichnung immer bei Verstaltungen in der Session. Aber da waren viele Büttenasse unterwegs.

„Also haben wir uns überlegt, eine eigene Veranstaltung ins Leben zu rufen“, erklärte „Mullejaan“ Michael Henkel, eine Hälfte des Duos „Labbes on Drickes“, der mit der Damenpräsidentin der KG Narrengarde Dürwiß, Charlotte Schröteler, durch das Programm führte. Von der Resonanz zeigte er sich zu Beginn der Veranstaltung jedoch enttäuscht. Im Laufe des Abends kam dann noch der eine oder andere hinzu. Es war ein, wen wundert’s, lustiger Abend im Brauhaus Peltzer. Aber nicht nur, weil die Mullejaane, Vortragenden, Quatschköpp, Zwiegesprächler, Prahmen, Parodisten, Duettisten und Büttenredner sich in regem Gedankenaustausch befanden, sondern auch ein kleines aber feines Programm vorbereitet war, schließlich muss auch der Nachwuchs gefördert werden. Schon ganz schön weit ist Joschi Kugel aus Hehlrath. Der ist gerade einmal zehn Jahre alt, auf der Bühne bewegt er sich aber schon wie ein Großer. Ohne Zugabe kam „Et Kälvche“ nicht von der Bühne. Wie es sich für eine Büttenrede gehört, gab es nach jedem Witz einen Tusch von der Kapelle. Den Job übernahmen kurzerhand Alfred Wings, Walter Dohmen und Stefan Joussen. Sie simulierten nicht nur den Tusch: Der passende Einmarsch gelang ebenso wie ein spontanes „Ach wär’ ich nur ein einzig Mal, ein schmucker Prinz im Karneval“, als Prinz Michael I. und Zeremonienmeister Christian in zivil den Saal betraten. Ebenso lustig waren die anschließenden Auftritte von Hans-Werner Bovelett mit seinem Sohn Marc und das Damen-Zwiegespräch von Sigrid Hendryk und Dorothee Schmitz. Der Regimentsspielmannszug der Narrengarde sorgte für passende Musik.
(Quelle: Eschweiler Zeitung/Eschweiler Nachrichten vom 5. März 2008/Foto und Text: Tobias Röber)

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