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Damennachmittag 2008

Da zieht es dem Prinzen die Schuhe aus

Dürwiß. Einen Damennachmittag voller Premieren, Sensationen und einem Spitzenprogramm mit zeitweise 100 Akteuren auf der Bühne sahen über 600 Frauen am Sonntagnachmittag bei der KG Narrengarde Dürwiß. Dass die eigenen Erwartungen des sechsköpfigen Damenkomitees übertroffen werden würden, konnten sie beim Einmarsch in die voll besetzte Halle nur ahnen. Mit zünftiger Begleitung des Regimentsspielmannszugs unter Leitung von Michael Gehlen zogen sie, im Gepäck die Jugendtanzgarde, auf die Bühne. Das Jugendtrompeterkorps der „Kaafsäck“ hatte die Gäste bereits zuvor mit schmissigen Melodien eingestimmt. Schon das 26. Mal stieg Charlotte Schroeteler in ihrer einzigartigen, schlagfertigen, offenen und spontanen Art in die Moderation des Damennachmittags ein.

„Noch nie musste ich so früh im Jahr meine Rubensröllchen in Position bringen.“ Die Zuhörerinnen krümmten sich vor Lachen bei diesem Kommentar zur kurzen Saison 2008. Ab jetzt ging es Schlag auf Schlag. Das sieben Jahre junge Tanzmariechen Gina Schmitz eroberte im Sturm die Herzen der Anwesenden. Die erste Rakete der Veranstaltung war nach nur zehn Minuten fällig. Dann fand eine scheinbar den Gästen bekannte Dame unter tosendem Applaus den Weg zur Bühne: Alfred Wings. Als Eisbrecher brauchte er nicht mehr zu fungieren, im Gegenteil, er schraubte die bestehende großartige Stimmung mit seiner meisterhaften Vorstellung bis zum Anschlag. Dass er nicht unter drei Zugaben von der Bühne kam, das machten ihm die Zuhörerinnen schnell klar.

Anschließend hieß es: Bühne frei für die „Blausteindreamer“. Die erste Premiere der neuen Gruppe unter der Leitung von Friedhelm Schroeteler schlug voll ein. Die Debütanten Stephanie Hansen, Svenja Schüller, und Patrick Krug warteten mit einem erstklassigen Vortrag aktueller Karnevalslieder mit Gitarrenbegleitung durch Harry Urban auf. Die „jecken Wiever“ standen auf den Stühlen. Zicke solo Diese Position der Gäste änderte sich nicht mehr. Mit rauschendem Befall feierten sie den Auftritt der Gruppe „Brassel & Co“.

Die nächste Premiere hatte unbemerkt begonnen. Nach und nach wurde klar, dass der Auftritt als ein der beiden „Zicken“ lief: Diesmal glänzte Charlotte Schröteler als Solistin. Das gespielte Telefonat mit ihrer Kollegin Eva Ansorge, in der Kur, gab die Erklärung. Erstaunlich, mit welcher Routine sie ohne feste Textvorgaben das Publikum vereinnahmte. Die „Kaafsäckspatzen“ boten einen fantastischen Auftritt mit ihrer Playback-Show. Präsident Patrick Nowicki erklomm die Bühne und bedankte sich im Namen der Narrengarde bei den Damen mit einem „Jubelgemüse“.

Peter Kerscher und seine Kuh „Dolly“ freuten sich sichtlich, in ihrer ehemaligen Heimat auftreten zu dürfen. Der durchs Fernsehen bekannte Bauchredner bezog das Publikum in seine Rede ein. Genau wie Charlotte Schroeteler bestach er durch spontane Reaktion und Improvisation.

Der nächste Höhepunkt wurde erreicht als Prinz Michael I. und Zeremonienmeister Christian die Festhalle eroberten. „Ich hab mich gerade mindestens 600 Mal verliebt“, verteilte er seinen Charme. Zu einer ungeplanten Aktion ließen sich Charlotte Schröteler und Prinz Michael I. durch ihre spontane Art hinreißen, als sie plötzlich das Schuhwerk tauschten. Die Halle geriet außer Rand und Band: der Eschweiler Prinz in schwarzen Damenstiefeln Größe 39. Für den Prinzen zeigten die „Rainbowdancers“ ihr tänzerisches Können. Einige Herren hatten sich dann auf die Bühne geschlichen. Beim tollen Männerbalett des Herrenabend-Teams mit „Rentner und Krankenschwestern“ kam die applaudierende Weiblichkeit voll auf ihre Kosten.

Beim letzten Auftritt ging erstmals ein Traum der Sitzungsleiterin in Erfüllung: Alle Akteure der aufgetretenen Tanzgruppen boten einen absolut einmaligen Auftritt. 60 Akteure agierten nun gemeinsam. Kaafsäck zum Schluss Erhöht wurde die Zahl durch die „Kaafsäck“, die die über fünf Stunden angehaltene Stimmung des Damennachmittags noch einmal hochtrieben. Auf die lustige Nachfrage des Leiters Dieter Kaltenbach, ob nicht jeder einen Orden bekomme, antwortete Charlotte Schroeteler lachend: „Ich schubs Dich von der Bühne.“ Und zeigte abschließend noch einmal ihre Schlagfertigkeit. Eine Spitzensitzung!
(joho)(Quelle: Eschweiler Zeitung/Eschweiler Nachrichten vom 15. Januar 2008/Foto: Josef Horst)

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