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Der Elferrat

Vom ehemaligen Elferratssprecher Otto F. von Broich

Mit Gründung der „KG Narrengarde e.V. von 1937“ am Karnevalssonntag, dem 14. Februar 1937, durch Aufruf von Carl von Stachelsky und den Initiatoren Heinrich Linnartz, Servatius Meisen und Matthias Clermont, schlug auch die Geburtsstunde des Elferrates der Gesellschaft. In Vorbereitung auf die kommende Session, konstituierte er sich im laufenden Jahr. Anlässlich der ersten Gala-Prunksitzung am Sonntag, dem 23. Januar 1938, zog der erste Elferrat der Narrengarde im Saale Schroeteler ein, im schwarzen Anzug mit weißer Chrysantheme am Revers und weißen Handschuhen. Er setzte sich wie folgt zusammen: Martin Linnartz (Präsident), Peter Dederichs, Gerhard Dolfen, Franz Frings, Kuno Gothmann, Mathias Kleinen, Andreas Müller, Franz Ripp, Peter Schaen, Franz Schmitz und Peter Simons.

Der Elferrat

Der Elferrat mit Präsident Patrick Nowicki in der Session 2019/2020.


Die Hauptaufgabe des Elferrates besteht darin, die Narrengarde nach innen und außen zu repräsentieren. Er ist im Erscheinungsbild und in der Darstellung von Bedeutung. Dies geschieht vor allem bei den eigenen Sitzungen und Bällen, bei Ausmärschen, Gastbesuchen und Karnevalsumzügen, wie auch bei der jährlichen Prinzenproklamation und vielem mehr. Die Repräsentationsaufgaben finanziert der Elferrat aus eigenen Mitteln. Als Gruppierung der Gesellschaft, wählt er seine Mitglieder selbst aus und entscheidet über seine Mitgliedsstärke. Bei Neuaufnahmen werden die Kandidaten in geheimer Abstimmung gewählt und gelangen dabei nur ohne Gegenstimme (Enthaltung zählt nicht als Ablehnung) zur Aufnahme. Die gesamten Belange des Elferrates werden vom Elferratssprecher koordiniert. Er wird innerhalb der Gruppierung alle drei Jahre neu gewählt, bestätigt und gehört dem erweitertem Vorstand der Gesellschaft an.

Neben der Förderung und dem Erhalt des heimatlichen Dialekts, des Brauchtums und der Tradition, pflegt der Elferrat auch außerhalb der Karnevalssession die Geselligkeit mit vielfältigen Aktivitäten. So bei den monatlichen Zusammenkünften im Vereinslokal „Bei Kelche“, beim traditionellen Fischessen nach Aschermittwoch, bei tollen Sommertouren und inem festlichen Weihnachtsessen, hier jeweils mit den Partnerinnen als feierfeste Unterstützung, aber auch bei „sportlichen Wettbewerben“ befreundeter Karnevalsgesellschaften, beim „Lebendkicker“ und beim „Dorfpokalschießen“ der Dürwisser Schützenbruderschaft.

Seit Bestehen der Narrengarde, gehör(t)en bis heute insgesamt 89 Mitglieder dem Elferrat an. Als gewählte Mitglieder sind dies derzeit in alphabetischer Reihenfolge: Guido Andres, Otto F. von Broich, Ralph Flach, Manfred Gartzen, David Göser, Helmut Gühsgen, Guido Hautvast, Daniel Jäger, Stefan Jäger, Hermann-Josef Johnen, Walter Münchow, Patrick Nowicki, Bernd Porten, Hans-Peter Schnitzler, Thorsten Schnitzler, Uwe Schwuchow, Stefan Storost, Jürgen Tiefenbach, Heinz-Josef Vogel, Alfred Wings, Gregor Wings und Johannes Wings.

Seit Gründung der Gesellschaft, haben sich bis heute zahlreiche Elferratsmitglieder für Vorstandsaufgaben verantwortlich gezeigt und so auch die Geschicke der Gesellschaft maßgeblich mitgeprägt. Dies sind in zeitlicher Reihenfolge, als Präsident: Martin Linnartz, Arnold Flamm, Josef Sieberichs (22 Jahre, danach „Ehrenpräsident“), Hans-Peter Schnitzler (24 Jahre, heutiger „Ehrenpräsident“ der Gesellschaft) und aktuell Patrick Nowicki (auch Offizier im Gardekorps). Als Vizepräsident: Franz Frings, Andreas Müller, Hubert Nelles, Hans-Dieter Lenz, Hans-Peter Schnitzler, Alfons Klein, Josef (Joe) Krahe, Manfred Gartzen, Otto F. von Broich, Jürgen Ecken und aktuell Thorsten Schnitzler. Als Vorsitzender: Josef Wolff, Christian Trautmann, Hans-Dieter Lenz (27 Jahre, heute Ehrenvorsitzender der Gesellschaft), Otto F. von Broich und aktuell Helmut Gühsgen. Als Geschäftsführer: Peter Dederichs, Fritz Schmitz, Peter Schaen, Bert Coslar, Albert Baum, Hans Nelles, Helmut Gühsgen. Als 2. Geschäftsführer: Helmut Hanf und Hans Nelles. Als Schatzmeister: Franz Ripp, Christian Oligschläger, Matthias Breuer, Ludwig Stormanns (33 Jahre, heute „Ehrenschatzmeister“ der Gesellschaft), Günter Gerhard, Jürgen Tiefenbach. Als 2. Schatzmeister: Dieter Florenkowski, Winfried Göttel, Otto F. von Broich, Helmut Gühsgen, Günter Gerhard, Jürgen Tiefenbach und aktuell Johannes Wings.

Als Vortragende bei den Sitzungen bleiben als Elferratsmitglieder unvergessen und in ihrer Art unvergleichbar: Josef (Jupp) Sieberichs alleine, und als Duo mit seinem Bruder „Hein“, wie auch der Elferratsfreund Jupp Wolff. Desweiteren Josef (Jupp) Kranen alias „Der liebe Jung“ und Hans-Peter Schnitzler alleine, sowie später mit seinem Bruder Gerd als „Dorftrottel-Duo“.

Zum Elferratssprecher wurden bisher gewählt: Albert Baum, Helmut Hanf, Dieter Florenkowski, Franz Rudat, Manfred Gartzen (18 Jahre), Jürgen Ecken, Otto F. von Broich und aktuell Jürgen Tiefenbach.

Als Karnevalsprinzen und Zeremonienmeister für die Stadt Eschweiler, in deren Komitee heute 22 Gesellschaften angeschlossen sind, kamen folgende Elferratsmitglieder zu höchsten karnevalistischen Ehren. Dies waren in der Session 1969/70 zum 33-jährigen Bestehen der KG Narrengarde Dürwiß Prinz Karl-Heinz I. (Zimmermann) und sein Zeremonienmeister Hans-Dieter Lenz. In der Session 1983/84 Prinz Hans-Peter II. (Schnitzler) und sein Zeremonienmeister Josef (Joe) Krahe. In der Tageszeitung „Bote an der Inde“ war seinerzeit zu lesen: „Eines der besten Paare, dass die Narren durch die Karnevals-Session in Eschweiler geführt hat“. Auch das dritte Paar unserer Gesellschaft erobert in der Session 1997/98 das Eschweiler Narrenvolk (als Walli und Willi), nämlich Prinz Walter I. Münchow, und sein Bruder als Zeremonienmeister Willi Münchow (Offizier des Gardekorps, heute Sprecher der Zeremonienmeister im Eschweiler Karnevalskomitee). In der Session 2017/2018 wurde das närrische Volk von Prinz Patrick I. (Nowicki) und seinem Zeremonienmeister Michael Körfer regiert.

Als Vizepräsident im Eschweiler Karnevalskomitee ist Walter Münchow aktiv. Verantwortlicher für den Elferratswagen und der Fahrzeugstechnik ist Christian Esser, Verantwortlicher für den Elferratswagen-Innenausbau und die Musiktechnik ist Guido Andres.

Seit 1979 präsentiert sich der Elferrat in folgender Ausstattung: Große Elferratsmütze (der Präsident trägt diese mit drei langen Federn), weißes Smoking-Hemd (mit Stehkragen), blau-gelbe Vereinsfliege, blauer Smoking (Revers ist mit schwarzer Seide belegt), weiße Handschuhe und schwarze Schuhe. Weitere Insignien sind: Präsidentenstab (nur für den Präsidenten, in Vertretung für den Vizepräsidenten), Elferratskette (Präsident mit Präsidentenkette), Elferratsorden, Sessionsorden und Komitee- und BDK-Orden (falls ausgezeichnet), sowie ein gelbes Band mit Aufschrift am linken Unterärmel (bei zusätzlicher vereinsinterner Mitgliedschaft in einer Korporalschaft). Bei Bedarf: dunkelblauer Mantel, weißer Schal, Krätzchen (auch kleine Mütze genannt), sowie die blau-gelbe Vereins-Schirmkappe. In Erinnerung an das uralte Handwerk des Nagelschmieds in Dürwiß, dass über viele Generationen im Ort ausgeübt wurde, tragen die Elferräter seit 1985 (auf Vorschlag von Franz-Josef Wolff) zu bestimmten Anlässen ein traditionelles „Nagelschmied-Kostüm“, so beim „Zommeletreck“ durch die Dürwisser Kneipen und beim Abschlussball am Karnvevals-Dienstag, beim jährlichen Fischessen nach den „Närrischen Tagen“ und zu besonderen Anlässen außerhalb der Session.

Auch zukünftig nimmt der Elferrat sich gerne in die Pflicht, das karnevalistische, heimatliche Brauchtum, mit Mutterwitz und bodenständigem Spaß zu pflegen. Ihr Gruß „Kaaf Alaaf“, wird sie dabei schnell und unverwechselbar überall erkennbar machen!
Kurze Erläuterung zu unserem karnevalistischen Ruf: „Kaaf Alaaf“: Kaaf ist die mundartliche, heimatliche Bezeichnung für Spreu, die beim Getreidedreschen anfällt. Kaafsäck – lautet der überlieferte Beiname für die Bewohner des Eschweiler Stadtteils Dürwiß und stammt von eine angeblichen Begebenheit aus der Zeit Napoleons; als man seinen Soldaten einmal mit Kaaf (Spreu) gefüllte Säcke andrehte, anstelle der gewünschten Abgabe von 50 Sack Weizen. „Die Kaafsäck“ – also schon früh ein gewieftes Völkchen. Dabei stellten die Dürwisser beim Beladen der vorgefahrenen Wagen, ihre „angeborene, schauspielerische Begabung, aber auch ihren Mut und ihren Mutterwitz unter Beweis“. Jeder waschechte Dürwisser kann stolz sein, als „Kaafsack“ benannt zu werden.

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